M E H E D I N T I   I N F O

Home | Links | Search | Contact | T Network

DER HAUSBAU | DIE VOLKSTRACHT | HAUSWEBEREIEN | DIE KERAMIK

EN|||DE|||FR|||RO

DER HAUSBAU


Home
 

Special


Comunitatea MH
Bloguri gratuite
Blog Mehedinti
ROstiri
MultiMedia News
Linkuri

Utilizarea calculatorului
 

 Sedo - Buy and Sell Domain Names and Websitesproject info: mehedinti.infoStatistics for project mehedinti.infoetracker® web controlling instead of log file analysis

Home

DER HAUSBAU   

DER HAUSBAU

Ehe wir dazu übergehen das Bauernhaus des Mehedintigebiets darzustellen, können wir nicht umhin vorher gewisse rudimentäre Bauformen zu erwähnen, die mit dem Beginn des Hausbaus, vor allem beim Anlegen vorübergehend benutzter Unterstände, zusammenhängen. Dazu gehören die sogenannten „pietre colibate" (wörtlich „zur Hütte umgewandelte Steine"), kleine natürliche Unterstände von der Form wenig tiefer Höhlen, die mit einei Wand aus Stein ergänzt werden und den Hirten der Almenzone im Notfall als Unterschlupf dienen. Eine andere rudimentäre Behausung bildet die ,,t.uta", ein aus in den Boden gerammten und mit einer Farnkrauteindeckung versehenen Stangen errichtete kegelförmige Laubhütte. Wie die ,,tuta" dient auch die „coliba de bäcie" (Senner¬hütte) ebenfalls als Hirtenunterschlupf ; der Grundriß der Letzteren ist dagegen rechteckig. Man benutzte auch die etwas in das Erdreich vorgetriebenen „bordeie" und die kreisförmigen, aus Rutengeflecht errichteten ,,poiet,ile", beide Gattungen von Behausungen uralter Überlieferung, die nur noch von Armen benutzt wurden, heute dagegen völlig verschwunden sind.

In der Höhe der Hochäcker- und Heuwiesenzone, auf der oberen Hochlandstufe, findet man zahlreiche -..conace", ständig benutzte, vereinzelt gelegene und aus einem kleinen Wohnhaus, aus Erdhütten und „palanci" (d.h. aus Rutengeflecht hergestellte Zäune), bestehende Höfe, die allesamt durch eine Umzäunung umschlossen sind und dadurch den auch in anderen Gebieten Rumäniens verbreiteten Vierkantgehöften ähneln.

Das Haus des Mehedintigebiets ruht gewöhnlich auf einem hohen Steinsockel, wodurch die manchmal beträchtlichen Höhenunterschiede des Baugeländes überbrückt werden und zwar derart daß der hohe Sockel stellenweise einem Erdgeschoß zu entsprechen scheint, über dem sich die Holzwände erheben, die auf massiven eichenen Sohlschwellen ,,ursi" (Bären) ruhen. Die Wände selbst bestehen aus Tannen- oder Eichenstämmen, die erst später behauen werden. Die Dächer der alten Bauernhäuser waren sehr hoch und mit Schindeln gedeckt.

Was den Hausgrundriß anbetrifft steht das Mehedin^igebiet durch zwei wichtige Kennzeichen im Bereich der gesamten rumänischen Bauernarchitektutr einmalig da und zwar : durch die große Häufigkeit des Grundrisses mit teilweise belegter Vorlaube, die sich lediglich vor einer der Stuben des Hauses findet, vor allem aber durch die Aufstellung des Herdes an der Vorderwand.

Was den Aufriß anbelangt, unterscheiden wir zwei Haustypen und zwar: das niedrige und das hohe Haus. Das Erstere seinerseits erweist sich als : a. ohne Vorlaube, b. mit teilweise auftretender bezw. c. mit Ganzvorlaube, die entlang der gesamten Haupfront verläuft. Kennzeichnend ist der Typ mit Teil-Vorlaube, ein alter¬tümlicher rumänischer Haustypus, auf den wir auch in anderen Gebieten alter Oberlieferung stoßen. Bei diesem Haustypus finder wir fünf verschiedene Grundrißgattungen, aufgrund der Raumanzahl und- anordnung : 1. das Zwei¬zellenhaus mit unsymmetrisch angelegter Teilvorlaube, 2. das Dreiraumhaus mit unsymmetrisch angeordneter Teil¬vorlaube, 3. das Dreiraumhaus mit einem Mittelraum und unsymmetrisch angeordneter Teilvorlaube, 4. das Dreiraumhaus mit unsymmetrisch angeordneter Teilvorlaube und zwei von hier ins Haus führenden Eingängen (bei den vorerwähnten drei Gattungen gab es lediglich einen einzigen Eingang), 5. das Dreiraumhaus mit inmitten der Hausfront symmetrisch angeordneter Vorlaube und einem einzigen Eingang.

Das hohe Haus ist im Mehedintigebiet nicht allzu häufig vertreten; die einzelnen Typen unterscheiden sich voneinander ebenfalls durch die Anordnung der Teil- bezw. Ganzvorlaube. Die Fassaden der hohen Häuser des Mehedintigebiets weisen eine beachtliche architektonische Ausdrucksfähigkeit auf, die auf dem Spiel der Leer- und Vollflächen beruht. Gelegentlich finden wir das massive Erdgeschoß durch eine Säulenfolge ersetzt, die die Vor¬laube des Obergeschoß trägt.

Was die Verzierung anbelangt erweist sich das Bauernhaus des Mehedintigebiets, gegenüber dem des benachbarten Gorjgebiets etwas einfacher und robuster und beeindruckt vor allen durch den kräftigen Gleich¬klang der Volumina und weniger durch glitzernde Einzelheiten, wie jene, die die Werke der Meister des Gorj¬gebiets schmücken.

Das Hauptziersystem des Mehedintihauses besteht in den senkrechten Säulen, die den Hauptbalken des Vorlaubenskellets tragen, worauf ihrerseits die häufig pferdehalsartig gebogenen Tragbalken ruhen. Die Säulen sind verhältnismäßig dick und weisen einen quadratischen Querschnitt auf mit einer Länge von 12—18 cm. Säulen mit kreisförmigem Querschnitt sind seltener, dann jedoch häufig spiralig ausgeführt. Der ,,prägar" (Schwellbalken) und ,,florar" (Blumenbalken) genannte Hauptbalken entsprechen in seiner Länge der Länge des gesamten Hauses. Bebauen wird er an der Unterseite, was man von der Vorlaube aus sehen kann. Die Verbindung Säule-Pferd-Balken wird gelegentlich — seltener jedoch als im Gorjgebiet — durch einen „andreaua" genannten halb in die Wand eingelassenen Pfeiler ergänzt, der die herausragenden Enden der Wandbalken bedeckt. Am Unterteil der Vorlaube wird die Verzierung durch ein, früher aus einfachen dicken Brettern bestehendes Geländer ergänzt, das heutzutage durch Schweifsägearbeit verziert ist.

Ohne Zweifel bildet das Wohnhaus den wichtigsten Bestandteil des Gehöfts, doch nicht allein, denn es ist von einer Reihe anderer Gebäude verschiedener Typen, Formen und Ausmaße umgeben, die verschiedene Wirtschaftsbestimmungen erfüllen. Besonders mannigfaltig erweisen sich diese Bestimungen in einem Gebiet wie Mehedinti, das durch eine komplexe Wirtschaft gekennzeichnet ist, innerhalb derer neben Ackerbau und Vieh¬zucht auch Weinbau, Obstbau und eine Reihe von Gewerben ausgeübt werden. Von diesen abgesehen finden sich hier noch Mühlen, Walken und andere bäuerliche Industrieanlagen. Unter den Nebengebäuden des Mehe¬dintigebiets verdienen die oft überaus hohen aus geschnitztem Eichenholz errichteten Tore Erwähnung; außerdem gibt es hier die Ställe mit Heuböden, Maisspeicher, Weinlagerhäuser, von denen jedes einzelne mit einer Be¬schäftigung zusammenhängt, d.h. mit der Viehzucht, dem Ackerbau, dem Weinbau. Erwähnenswert sind noch die sogenannten ,,Roßbrunnen", eine besondere Art am Hang gelegene Quellen zu fassen, wobei die Seitenbalken am Ende in Form eines Pferdekopfes geschnitzt sind.

Die traditionellen Aspekte verquicken sich auf dem Gebiete des Hausbaus mit den Neuen, was auch für die übrigen Sparten der Volkskunst gilt. Was das Bauernhaus des Mehedintigebiets anbetrifft, ist es nur natürlich das darin eine Reihe neuer Elemente auftreten und zwar sowohl was die Baustoffe als auch die Tech¬niken anbelangt, vom Grundriß und der Verzierung ganz zu schweigen, was in Häusern mit mehr Räumen seinen Niederschlag findet. Das neue Haus bewahrt jedoch noch den Sinn für Proportionen und Dekor, die den überlie¬ferten Bauernhäusern eigen sind, wenngleich anstelle der Holzsäulen gelegentlich gemauerte Pfeiler und Bogen treten.

Web Site Info

Google

Tip-Top-Hot Web Sites

 


DER HAUSBAU | DIE VOLKSTRACHT | HAUSWEBEREIEN | DIE KERAMIK
Home | Next

Enter to Top 100 Sites and Vote for this Site!!! Best Romania Award

 

Privacy Policy | Terms of Service
© Copyright 2002-2007
MultiMedia SRL. All rights reserved.
Send articles and materials to be published on this website to: Publishing
If you see unauthorized or illegal materials on this website, please send an e-mail to: Abuse